Reisefertig – reisen - unterwegssein auf der Lebensreise

 

Woher? Wohin?

Unterwegs ist man immer, sein ganzes Leben lang. Aber wer weiß eigentlich

immer wohin die Reise geht?

 

Auf all meinen großen Reisen war ich vorher immer von einer großen Leere, einer unglaublichen Ruhe erfüllt. Für mich ein gutes Zeichen, denn wo Ruhe ist, da ist Gelassenheit, da ist Vertrauen und da ist Zuversicht, dass ich mich behütet auf die Reise mache. Eine Hand die mich trägt und die mir viele neue Eindrücke schenken möchte.

 

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“

Wallfahrten waren früher die einzige Möglichkeit Haus und Hof einmal zu verlassen.

Da war Reisen nicht selbstverständliche sondern immer an Gott, seinen Weg und sein Ziel geknüpft wenn man sich aufmachte die Gewohnheit mal zu verlassen.

 

Jerusalem als heilige Stadt, Rom als Wiege der Christenheit und Santiago de Compostela waren die großen Pilgerstätten die bereits im Mittelalter Menschen die Möglichkeit gaben sich aufzumachen.

 

Warum reisen wir heute?

Die Sehnsucht nach Sonne oder blauem Meer, die Erwartung von Freude, Entspannung, Abwechslung, Abenteuer oder unendlichen Weiten nach dem erklimmen strahlender Bergriesen? Ich glaube die Antworten sind vielfältig wie die Sehnsüchte die jeder Reisende hat.  Manchmal muss es auch gar nicht weit sein, wichtig ist, dass sie Seele eintauchen kann in etwas wie „Unendlichkeit“. Da tut ein Wandertag in der Eifel genau so gut, wie das lesen eines Buches über Afrika auf der Couch an einem verregneten Sonntagnachmittag.

 

Die Sehnsucht der Seele kann Erfüllung finden in jedem Augenblick der Besinnung auf Glückseligkeit…vielleicht auf Gott.

 

Wichtig dabei ist, dass man sich die Zeit nimmt, dass die Seele nachkommt.

Wichtig ist, dass man bewusst wahrnimmt was einem oder wer einem begegnet unterwegs.

Man kann überall unterwegs sein, jeder Weg ist eine kleine Reise und gleichzeitig kann man, egal wohin man reist, auch immer bei sich zu Hause sein.

Ob in Kanada, in Brasilien oder in Alaska, wenn man bei sich und in Gott geborgen ist, dann ist man zu Hause!

 

          

Und egal wie man eine Reise bestreitet, die Sehnsucht nach dem Ziel lässt einen letztlich alle Strapazen ertragen.

Die schmerzenden Knochen, die brennenden Füße und das ziehen der Schultern vom schweren Rucksack auf dem Weg nach Santiago sind schnell vergessen, wenn man sein Ziel in Santiago erreicht hat. Das hört sich später an wie ein Spaziergang wenn man Menschen davon erzählt.

 

"Wer aufbricht kommt auch Heim" und ankommen, heimkommen hat letztich nichts mit dem Ort zu tun, sondern immer mit dem Ankommen bei und in einem selbst!

 

 

 

 



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